Facebook, Blogs und Co. – Potenziale für die Kommunen

In Kommunen nimmt die Bedeutung von Social Media bei der Anwendung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit stetig zu. Dabei bieten Medien wie Twitter, Social Networks, Apps oder Blogs vielfältige Vorteile für die Städte und Gemeinden. Einen interessanten Überblick zu diesem Thema gibt der Beitrag von Kommune21.

Solche zusätzlichen Informationskanäle werden hierbei nicht als Ersatz, sondern vielfach als Ergänzung des Homepageauftritts der Stadt genutzt. Hintergrund der stärkeren Verwendung von Social Media stellt vor allem das Anliegen dar, die jüngeren Bevölkerungsgruppen über diese Kommunikationswege mehr zu erreichen, eine breitere Informationsgrundlage für die Bürger zu ermöglichen, dialogorientiert zu kommunizieren und eine Diskussionsgrundlage mit den Bürgern zu schaffen.

Für die Stadt Moers zum Beispiel spielen für die Anwendung solcher Medien auch Gründe wie die Erhöhung der Reichweite der Öffentlichkeitsarbeit, eine stärkere Bürgerbeteiligung, die Erhaltung eines Stimmungsbarometers in der Bevölkerung, eine Serviceverbesserung sowie eine Stärkung der E-Government-Aktivitäten und des städtischen Internetauftritts durch mögliche Querverweise eine Rolle, wie Kommune21 berichtet.

Durch Informationskanäle wie Twitter oder mobile Apps wird eine flexiblere und spontanere Informationsverbreitung durch die Bürger und seitens der Stadt ermöglicht. Dort kann auf aktuelle Themen und Angebote der Stadt aufmerksam gemacht werden und ein breites, vielfältiges Themenfeld abgedeckt werden. Durch ergänzende Verweise auf weiterführende Informationen auf der Homepage der Stadt kann zum Beispiel auch eine grundlegendere Informationsbasis geschaffen werden.

Die Frage ist natürlich immer, welche Nutzergruppe die entsprechenden Medienangebote verwendet und wer damit angesprochen wird bzw. werden soll. Daran sollten auch das Informationsangebot und dessen Aufbereitung angepasst sein. Wie breit das Spektrum dabei sein kann, zeigt das Beispiel des Facebookauftritts der Stadt Braunschweig.

Bei diesem sollen sowohl die eigenen Bürger als auch Fans und Besucher der Stadt angesprochen werden, so dass die Posts laut Kommune21 vor allem Veranstaltungs- und Kulturtipps, Servicethemen und Neuigkeiten aus der Stadt, Wissenschaft und Sport umfassen. Natürlich ist klar, dass bestimmte Themen manche Menschen interessieren, andere dagegen nicht, so dass hier ein gewisses Mittelmaß gefunden werden muss. Insgesamt sind bereits viele Städte bei Facebook vertreten.

Generell können solche Präsenzen der Städte mitunter auch die Identifikation der Bürger mit der Stadt stärken. In den Blogs, Foren oder Netzwerken erhält der Bürger interessante Informationen über das Geschehen in der Stadt, man kann Bilder teilen oder auch eigene Geschichten, die an bestimmten Orten passiert sind.

Um bei den verschiedenen Kanälen auch den Überblick über den Stand der Informationsveröffentlichung und mögliche Rückfragen oder Beiträge der Bürger zu behalten, helfen Content-Distribution-Systeme. Neben des zusätzlichen Arbeits- und Zeitaufwands der Informationsbereitstellung und der Pflege solcher Plattformen ist natürlich auch eine passende Strategie zu bedenken, um die einzelnen Themen gut und angemessen zu präsentieren und die Vorteile der unterschiedlichen Plattformen/Dienste für das eigene Ziel nutzen zu können.

Die größere Bedeutung, die der Nutzung entsprechender Angebote und Informationsplattformen in den Kommunen zukommen, unterstreicht auch eine Studie mit dem Titel „Branchenkompass 2011 Public Services“ von Steria Mummert Consulting. Den Ergebnissen nach planen 55 % der befragten Verwaltungen in diesem Jahr eine Investition in Web 2.0-Anwendungen. Zwei Drittel sehen laut Angaben von Steria Mummert Consulting in sozialen Netzwerken, Blogs, Twitter oder Apps ein geeignetes Instrument, um die Arbeit der Behörden für die Bürger transparenter zu gestalten.

Zukünftig werden sich sicherlich noch weitere Anwendungsbereiche und Potenziale der Nutzung ergeben, auch wenn die Einführung und Umsetzung für die Kommune derzeit mit Mehraufwand verbunden ist. Allein aufgrund des hohen Stellenwertes des Web 2.0 und der fortlaufenden Entwicklungen sollten auch die Kommunen diese Chancen nutzen, um ihre Attraktivität für die Bürger zu stärken und auszubauen.

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