Probleme bei der Einführung von Smart-Metering in den USA

US-Energieversorger stoßen auf massive Widerstände von Kunden bei der Einführung von intelligenten Stromzählern.

Eigentlich sollen die Smart Meter den Energiebedarf für den Kunden transparenter machen und könnten damit zum Stromsparen motivieren. Jedoch erfahren die Energieversorger in den USA eine starke Ablehnung bei der Umrüstung und dem Austausch alter Stromzähler. In einigen US-Bundesstaaten Kalifornien und Texas kam es neben Protesten bereits zu Gerichtsverfahren.

Grund für den Unmut der Stromverbraucher sind höhere Stromrechnungen nach dem Austausch der alten Zähler – diese werden jedoch von den Energiekonzernen auf die ungewöhnlich kalten Witterungen oder vereinzelte Ablesefehler zurückgeführt.

Die altmodischen Stromnetze in den USA sollen derzeit Schritt für Schritt zu sogenannten Smart Grids ausgebaut werden. Intelligente Stromnetze (engl. Smart Grids) zeichnen sich dadurch aus, dass durch die kommunikative Vernetzung und Steuerung aller Bestandteile die Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs sichergestellt werden kann. Im Zuge dessen werden auch die cleveren Zähler flächendeckend in US-Haushalten eingebaut.

Dabei werden tatsächlich, trotz der Fördergelder, maßgeblich die Stromverbraucher die milliardenteure Umrüstung der Energienetze tragen müssen. Neben dem Unmut über die oft im Gegenzug gering ausfallenden Einsparmöglichkeiten für den Energieverbraucher durch die verbesserte Infrastruktur sehen Marktforscher auf Seiten der Energieversorger zudem erheblichen Nachholbedarf in Sachen Kommunikation und Marketing. Einer Studie der Firma Telus zur Folge sind die Konzerne gar nicht auf den größeren Kommunikationsbedarf ihrer mit intelligenten Stromzählern ausgerüsteten Kunden vorbereitet.

Auf der Energieversorger-Konferenz KEMA Utility of the Future 2010 wurde nun erstmals diskutiert, wie man in Zukunft mit dem Widerstand der Kunden gegen die Smart Meters umgehen wird. Wir werden das beobachten!

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