Räumliche Komponente in Zeiten des Web 2.0

Das Beispiel des aus städtebaulicher Sicht nicht umsetzbaren flächendeckenden WLAN-Netzes in Berlin zeigt den nach wie vor vorhandenen Einfluss des physischen Raumes. Dieser wirkt sich auf die Umsetzung der Technik und die Anwendung der modernen Informationstechnologien aus.

Trotz Entwicklungen wie Mobilität, Beschleunigung und Ortslosigkeit durch das Web 2.0 bleibt die Komponente der (ortsfesten) Stadt, die zumindest in diesem Beispiel ausschlaggebend ist und die virtuelle mit der realen Welt verbindet.

Daher lässt sich das Projekt des öffentlichen WLAN-Netzes unter Nutzung der Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen auf Grund der Technik nicht durchführen, auch wenn der Ausbau des Netzes womöglich positive Effekte für die Lebensqualität im Berliner Innenstadtbereich gebracht hätte.

2 Antworten zu Räumliche Komponente in Zeiten des Web 2.0

  1. RalfLippold sagt:

    Dass ein technisches Denkmal in Berlin für WLAN geopfert wird (Gasstraßenbeleuchtung!) ist schon irgendwie komisch.

    WLAN ist nur ein Teil vom WorldWideWeb und mit „a little help from your friends“ (the Crowd;-)) sollten da noch ganz andere Möglichkeiten der WLAN-Versorgung möglich sein. Boston und Co. kann’s doch auch? Was ist dort anders? Außer dass auch noch monströse Hochhäuser die Sichtachsen und Wellen brechen;-)

    Schöne Grüße aus Dresden, wo auch in Punkto WLAN in der Stadt noch Nachholbedarf besteht. Gerne unterstützen wir bei Bestrebungen, auch hier was möglich zu machen;-) Und warum nicht WLAN auf dem Dorf oder Kleinstadt, das macht noch mehr Sinn, denn hier ist die Lebensqualität der Zukunft!

    Schönen Gruß aus Dresden

    Ralf Lippold

    • Michael Lobeck sagt:

      Soziopolitische Rahmenbedingungen für WLAN

      Neben technischen Aspekten, die in Berlin als Argument gegen die Umsetzung genannt werden, spielen oft wohl finanzielle Erwägungen eine Rolle.

      Eine schöne Begründung für eine freies WLAN hat die Bürgerliste Bad Homburg gefunden, die eine Initiative der Grünen mit dem Argument unterstützt: „Wir wollen nicht, dass sich die Piratenpartei hier ausbreitet“.

      http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/bad_homburg/2238536_Internet-Offensive-Hot-Spots-fuer-Homburg.html

      Interessant finde ich die Frage, was der Spaß denn kostet. Wenn die Aussage des Geschäftsführers der Kur- und Kongress GmbH aus Homburg stimmt, würde ihn allein für das Kurhaus ein Hotspot einen sechsstelligen Betrag kosten. Gibt es Kosten-/Nutzen-Analysen für bestehende Beispiele?

      Schönen Gruß
      Michael Lobeck

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